30 Tage bessere
Mitarbeiterführung
Digitales Praxisprogramm
Dein Fortschritt Tag 03 von 30
Phase 1 · Erkennen

Tag 03 – Deine Führungswirkung erkennen

Du weißt, wie du führen möchtest. Heute findest du heraus, wie deine Führung bei einem Mitarbeiter tatsächlich ankommt.

FÜ · Führungsverhalten   KO · Kommunikation

Impuls des Tages

Führung findet nicht nur in deinem Kopf statt. Sie entsteht in der Wirkung auf andere Menschen.

Du kannst überzeugt sein, klar zu kommunizieren, erreichbar zu sein oder deinen Mitarbeitern genügend Freiraum zu geben. Trotzdem kann dein Gegenüber dieselbe Situation völlig anders erleben.

Genau deshalb ist Selbstreflexion wichtig – aber sie reicht allein nicht aus. Wer seine Führungswirkung wirklich verstehen will, muss gelegentlich die Perspektive wechseln.

Zwischen „So wollte ich es sagen“ und „So ist es angekommen“ kann ein großer Unterschied liegen.

Heute brauchst du keine große Mitarbeiterbefragung und kein kompliziertes Feedbacksystem. Du brauchst ein ehrliches Gespräch mit einer Person, deren Wahrnehmung für dich relevant ist.

Die eigentliche Herausforderung besteht dabei nicht darin, die richtige Frage zu stellen. Sie besteht darin, die Antwort auszuhalten, ohne sie sofort zu erklären, zu relativieren oder zu verteidigen.

Wähle eine Person

Wähle einen Mitarbeiter, mit dem du regelmäßig zusammenarbeitest und dessen Sicht auf deine Führung für dich relevant ist.

Es muss nicht der kritischste Mitarbeiter sein. Aber es sollte jemand sein, von dem du eine ernsthafte Rückmeldung erwarten kannst.

Bevor du fragst

Halte zuerst deine eigene Einschätzung fest. So kannst du später erkennen, wo Selbstbild und Fremdbild übereinstimmen und wo sie auseinanderliegen.

Was mache ich als Führungskraft aus meiner Sicht gut?
Wo könnte mein Mitarbeiter Verbesserungspotenzial sehen?

Die eine Frage

Halte das Gespräch bewusst einfach. Kein langer Einstieg. Keine Verteidigungsrede. Keine Erklärung darüber, warum bestimmte Dinge bisher nicht anders möglich waren.

„Was könnte ich als Führungskraft tun, damit du deine Arbeit besser machen kannst?“

Danach gilt eine einfache Regel: Zuhören.

Stelle Verständnisfragen, wenn etwas unklar ist. Aber vermeide Gegenargumente, Rechtfertigungen oder ein sofortiges „Ja, aber …“.

Bedanke dich für die Rückmeldung. Du musst im Gespräch noch keine Lösung versprechen.

Was hat dein Mitarbeiter gesagt?

Wie hast du auf das Feedback reagiert?

Diese Auswahl dient deiner Selbstbeobachtung. Es gibt hier keine perfekte Antwort.

Die unangenehme Stelle

Nicht jedes Feedback ist automatisch richtig. Wahrnehmung ist subjektiv. Trotzdem enthält jede ernst gemeinte Rückmeldung Informationen darüber, wie dein Verhalten beim anderen ankommt.

Die entscheidende Frage lautet nicht: „Hat der Mitarbeiter recht?“ Sondern: „Was kann ich aus seiner Wahrnehmung lernen?“
Heute umsetzen

Verändere eine Sache

Du musst heute nicht deine gesamte Führung verändern. Entscheide dich für genau einen Punkt, den du aus dem Gespräch ableitest.

Die Veränderung sollte so konkret sein, dass dein Mitarbeiter sie später tatsächlich bemerken kann.

Dein Auftrag für heute

Zuhören. Verstehen. Eine Sache verändern.

Hole dir eine konkrete Rückmeldung, widerstehe dem Reflex zur Rechtfertigung und entscheide anschließend, welche sichtbare Veränderung du daraus ableitest.

Tagesabschluss

Was nimmst du aus Tag 03 mit?

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