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Mitarbeiterführung
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Dein Fortschritt Tag 27 von 30
Phase 4 · Verstetigen

Tag 27 – Deine drei Führungsstandards

Du hast entschieden, was bleiben, aufhören und beginnen soll. Heute verdichtest du diese Entscheidungen zu drei klaren Führungsstandards, die künftig Orientierung für dein eigenes Verhalten geben.

Phase 4 · Verstetigen Aus vielen Erkenntnissen werden wenige klare Standards.

Tag 24 hat geklärt, was bleiben soll. Tag 25 hat sichtbar gemacht, welches alte Verhalten aufhören muss. Tag 26 hat eine neue Gewohnheit definiert. Heute verdichtest du diese Entscheidungen zu drei Führungsstandards, die dir langfristig Orientierung geben.

FÜ · Führungsverhalten   KU · Kultur & Zusammenarbeit

Impuls des Tages

Führung besteht jeden Tag aus vielen kleinen Entscheidungen.

Wann spreche ich etwas an? Wie reagiere ich auf einen Fehler? Wie klar formuliere ich Erwartungen? Wie gehe ich mit Widerstand um? Wie konsequent halte ich Vereinbarungen nach?

In solchen Situationen hilft es, nicht jedes Mal neu entscheiden zu müssen, wie du führen möchtest.

Ein Führungsstandard beantwortet die Frage: „Wie will ich mich als Führungskraft grundsätzlich verhalten – unabhängig von Situation und Tagesform?“

Gute Standards sind keine schönen Leitsätze für die Wand.

Sie sind konkrete Orientierung für dein tatsächliches Verhalten.

Deshalb entwickelst du heute nicht zehn Führungsprinzipien.

Du konzentrierst dich auf drei.

Was macht einen guten Führungsstandard aus?

Ein Führungsstandard muss dir in einer konkreten Situation helfen.

Dafür braucht er drei Eigenschaften.

1
KLAR

Der Satz ist eindeutig und nicht beliebig interpretierbar.

2
SICHTBAR

Mitarbeiter können erleben, ob du danach handelst.

3
ÜBERPRÜFBAR

Du kannst selbst erkennen, ob du den Standard eingehalten hast.

Ein Standard ist erst dann wertvoll, wenn man an deinem Verhalten erkennen kann, ob du ihn eingehalten hast.

Leitsatz oder echter Führungsstandard?

Zu allgemein

„Ich führe wertschätzend.“

„Ich kommuniziere gut.“

„Ich gebe meinen Mitarbeitern Verantwortung.“

„Mir ist Fairness wichtig.“

Als Führungsstandard

„Ich spreche Probleme zeitnah und respektvoll an.“

„Ich erkläre wichtige Entscheidungen und Erwartungen klar.“

„Ich frage zuerst nach dem Lösungsvorschlag des Mitarbeiters.“

„Vereinbarte Regeln gelten unabhängig von Person und Tagesform.“

Nutze deine Entscheidungen aus Tag 24 bis 26

Deine drei Standards sollen nicht aus dem Nichts entstehen.

Nutze die Entscheidungen, die du bereits getroffen hast.

Die BND-Standardformel

Jeder deiner drei Standards beantwortet drei einfache Fragen.

1
VERHALTEN

Was tue ich konkret?

2
SITUATION

Wann muss dieser Standard besonders gelten?

3
WIRKUNG

Was sollen Mitarbeiter dadurch zuverlässig erleben?

Führungsstandard 1

Beginne mit dem Führungsverhalten, das für dich künftig die höchste Priorität haben soll.

Führungsstandard 2

Dein zweiter Standard sollte einen weiteren wichtigen Bereich deiner täglichen Führung absichern.

Führungsstandard 3

Der dritte Standard vervollständigt deinen persönlichen Rahmen.

Prüfe deine drei Standards

Lies jeden deiner drei Sätze noch einmal.

Ein guter Führungsstandard beantwortet diese drei Fragen mit Ja:

Ist er konkret?

Ist eindeutig beschrieben, welches Verhalten erwartet wird?

Ist er beobachtbar?

Würden Mitarbeiter erkennen, ob ich danach handle?

Ist er realistisch?

Kann ich ihn auch unter Zeitdruck und in schwierigen Situationen einhalten?

Ist er relevant?

Verbessert er tatsächlich meine Führung und Zusammenarbeit?

Deine Standards müssen gerade unter Druck gelten

Ein Führungsstandard ist besonders dann wertvoll, wenn die Situation schwierig wird.

Genau dort, wo alte Muster normalerweise zurückkommen, soll er dir Orientierung geben.

Ein Standard, der nur an ruhigen Tagen gilt, ist noch kein Führungsstandard.

Führungsstandards prägen Kultur

Deine persönlichen Standards betreffen nicht nur dich.

Wiederholtes Führungsverhalten wird für Mitarbeiter irgendwann berechenbar.

Genau daraus entsteht ein Teil der tatsächlich gelebten Führungskultur.

Kultur entsteht nicht aus dem, was Führung behauptet. Kultur entsteht aus dem, was Führung wiederholt vorlebt.
Heute umsetzen

Mache deine drei Standards verbindlich

Dein Auftrag für heute

Formulieren. Sichtbar machen. Anwenden.

Schreibe deine drei finalen Führungsstandards an einen Ort, an dem du sie regelmäßig siehst. Nutze sie ab heute bewusst als Entscheidungshilfe in deinem Führungsalltag.

Deine drei finalen Führungsstandards

Woran merkst du, ob du danach führst?

Standards brauchen keine komplizierte Messung.

Eine kurze regelmäßige Selbstprüfung reicht.

„Habe ich diese Woche so geführt, wie ich es selbst als meinen Standard definiert habe?“

Standards dürfen sich entwickeln

Deine drei Standards sind kein endgültiges Regelwerk für die nächsten zehn Jahre.

Sie beschreiben, welche Führung du jetzt bewusst verankern möchtest.

Mit Erfahrung, neuen Aufgaben und veränderten Teams können sie später weiterentwickelt werden.

Standards geben Orientierung. Sie sollen Entwicklung ermöglichen – nicht verhindern.
Tagesabschluss

Was nimmst du aus Tag 27 mit?

Morgen · Tag 28

Dein Führungsversprechen

Heute hast du drei persönliche Führungsstandards formuliert, die dein tägliches Verhalten künftig leiten sollen.

Morgen gehst du einen Schritt weiter.

Du verdichtest deine Haltung gegenüber deinen Mitarbeitern zu einem persönlichen Führungsversprechen: Wofür möchtest du als Führungskraft stehen – und worauf sollen sich Menschen bei dir verlassen können?

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